DLNA

Letzte Änderung: 2020-03-02

Wer nur DLNA-fähige Endgeräte besitzt und z.B kein Kodi oder den Fire-TV-Stick oder Ähnliches benutzt, kann auch das ganze Medienservergedöns wie Emby oder Plex weglassen und einfach den DLNA-Server installieren. Freigegebene Ordner wie gewohnt über Samba vorher einrichten. Wie z.B. die Freigabeordner

/sharedfolders/Videos/

/sharedfolders/Bilder/

/sharedfolders/Audio/

Typische Anordnungen wären z.B. (schwarz Dick sind die erstellten Freigabeordner im OMV5)

Bild1) Eigentlich Irrelevant
Bild2) Eine Aufteilung, wenn man kein LVM oder kein Aufs/mergerfs benutzt. Jeder Ordner kann einer Platte zugewiesen werden.
Bild3) Eigentlich auch Irrelevant. Aber manche mögen diese Übersicht.
Bild4) Die ideale Aufteilung, wenn man „minidlna benutzt“! Die minidlna-Freigaben wären:
– Media1 (Video)
– Media2 (Bilder)
– Media3 (Audio)
Natürlich kann der Ordner Media1 auch Video heißen usw….

Die folgende Aufteilung (Bild5) ist des einen Leid und des anderen Freud. Für minidlna der Tod, wenn man minidlna und Emby gleichzeitig benutzt und die NFO oder Metadaten ins Medienverzeichnis legt. Dann werden auch am Endgerät die Thumb-Dateien mit angezeigt. Einfach nur nervig…

Für den Emby-Docker, wenn man nur diesen benutzt, ist das die ideale Konfiguration. Man benötigt nur eine Freigabe im Docker und man glänzt mit Übersichtlichkeit. Denkt aber daran, wenn man z.B. 3 Datenplatten eingebaut hat, dass auch hier ohne AUFS eine Platte ganz schnell voll sein kann.

Ich persönlich nutze die Variante im Bild 4. Aber aus einen ganz anderen Grund, als hier angegeben. Ich sichere daraus den Media2-Ordner mit rsync-Backup auf einen Zweitserver (Raspi4). Das würde bei Bild5 nicht funktionieren, weil da automatisch der komplette Inhalt im Ordner Mediathek gesichert werden würde. Und so viel Platz hat mein Zweitserver nicht. Die restlichen Mediendaten liegen im Schrank. So viel wird da nicht geändert…

Ich stelle 2 Möglichkeiten vor, um DLNA zu installieren. Wer mit untypischen Hauptordner/Unterordner/Unterordner/Unterordner arbeitet, sollte womöglich gleich zu Variante 2) gehen, weil bei Variante 1) nur das typische Verzeichnismodell /Freigabeverzeichnis/Medienordner/Medien genutzt werden kann.

1) Variante 1 – Einrichtung im OMV5:

In den Erweiterungen das minidlna-Plugin installieren

Dann unter Dienste, DLNA den Port auf 8201 stellen und Speichern.

Nun unter Freigaben die einzelnen Medienordner Hinzufügen

Fertig

Je mehr Daten vorhanden sind, umso länger dauert die Initialisierung!

2) Variante 2 – Einrichtung als Direktinstallation:

Folgendes im Terminal eingeben.

sudo apt install minidlna

Anschließend

sudo nano /etc/minidlna.conf

Jetzt suchen wir den Eintrag

media_dir=/var/lib/minidlna

und ändern diesen zu

#media_dir=/var/lib/minidlna

Dann suchen wir den Port-Eintrag und ändern diesen auf 8201

Folgendes am Ende der Datei einfügen. Achtet darauf, dass die Verzeichnisstruktur nach Eurer angepasst ist. Übrigens – A steht für Musik, V für Videos und P für Fotos. Habt ihr ein Verzeichnis mit Bildern und Videos z.B. von einer Kamera, kann auch PV (ohne Komma dazwischen) angegeben werden. Das Komma vor der Verzeichnisangabe ,/Freigabeverzeichnis/) muss allerdings rein.

#
# Video- und Bilderverzeichnisse angeben
#
# Bei einer Pool-Verwendung könnte das als Beispiel auch so aussehen!
# media_dir=A,/srv/c3de2094-9645-47ec-8d68-d7c907ffaec8/Data/musik
#
media_dir=A,/srv/dev-disk-by-label-SSD/Data/musik
media_dir=V,/srv/dev-disk-by-label-SSD/Data/filme
media_dir=P,/srv/dev-disk-by-label-SSD/Data/bilder
#
# Auf DLNA-fähigen Endgeräten angezeigter Name
#
friendly_name=DLNA-Server
#
# Änderungen in der Medienbibliothek selbstständig erkennen
#
inotify=yes

Strg-x, y, Enter

service minidlna restart

Fertig.

MiniDLNA Reset

Sollte es einmal Probleme geben, wie z.B neue Medien werden nicht erkannt oder die Verzeichnisse der Medien werden nicht Ordnungsgemäß angezeigt, kann man minidlna auch resetten. Im Normalfall benötigt man das aber nicht.

Im Terminal

/etc/init.d/minidlna stop
rm /var/cache/minidlna/files.db
/etc/init.d/minidlna start