Info`s

Letzte Änderung: 2020-03-02

Vorschlag für Neueinsteiger:

Arbeitet euch an den Reitern von links nach rechts durch. Viele Sachen, z.B. in den Dockern, setzen voraus, dass das System so anlegt wird, wie in den Einrichtungsguides vorgeschlagen, falls diese 1 zu 1 übernommen werden. Meine Guides richten sich hauptsächlich an Neueinsteiger, die das System kennen lernen wollen.

Freigegebene Ordner anlegen:

Ich habe damals auf OMV4 sehr viele Hauptordner angelegt, auf denen gezielt verschiedene Programme und verschiedene User Zugriff hatten. Nachdem ich das System neu aufsetzte, stellte ich dann schnell fest, dass ich eine Menge Arbeit vor mir hatte. Die Benutzer und die Ordner mit Zugriffsrechten mussten wieder eingetragen werden und das hat richtig Zeit gekostet. Natürlich hatte ich auch damals schon Backups, aber ich wollte einmal das System rekonstruieren, ohne das System-Backup zu verwenden.

Mittlerweile sehe ich die Sache etwas entspannter. Alle Programme bekommen einen Hauptordner mit Samba-Freigabe Namens Data mit komplettem Zugriffsrechten. Desweiteren erstelle ich einen Hauptordner Namens Config, auch mit Samba-Freigabe und mit kompletten Zugriffsrechten.

Im Ordner Data kommen dann alle Ordner rein, die für Daten so benötigt werden. Wie z.B. Portainer, WordPress, Heimdall usw…

Im Ordner Config werden alle Ordner für Config-Files angelegt. wie z.B. EmbyConfig, DuplicatiConfig, NextcloudConfig usw…

Die einzigste Ausnahme, die mir eben einfällt wäre für Nextcloud das Datenverzeichnis. Dafür erstelle ich auch immer einen Hauptordner, da Nextcloud meckert, wenn der Ordner, in dem die Nextclouddaten liegen, vollen Zugriff haben. Hier Zugriffsrechte auf „andere – Kein Zugriff“.

Ich erstellte neuerdings auch einen Hauptordner im OMV Namens Media. Dort packe ich dann Sachen rein, wie Filme, Kinderfilme, Serien, Musik usw…

Diese Aufteilung hat einen entscheidenden Vorteil für mich. Ich benötige nur noch einen rsync-Befehl und sichere z.B. den kompletten Ordner Data als Backup auf meinen Backup-Server und mit Duplicati (als Notlösung) seperat in die Cloud. Der Media-Ordner ist als Backup-Ordner uninterresant, da ich diese Daten sowieso auf 2 Platten verteilt im Schrank liegen habe.

Ein wichtiger Punkt ist auch, wo die „Config“-Files abgelegt werden.

Variante 1)

Nehmen wir als Beispiel Emby. Man kann für das Konfigurationsverzeichnis von Emby einen Ordner im Verzeichnis /var/lib/ als EmbyConfig erstellen. Und das hat auch einen guten Grund. Wenn ich mich z.B. am TV 5 bis 10 Min durch die Menu`s bewege, läuft meine Datenplatte noch nicht an. Diese dreht erst hoch, wenn ich mich für einen Film enschieden habe und diesen starte. Das spart in gewisser Weise Strom und Belastung. Ein weiteres Beispiel wäre auch Heimdall als App selbst. Dafür muss die Datenplatte nicht anlaufen. Gedanken muss man sich nur machen, um diese Ordner irgendwie zu Backuppen.

Variante 2)

Eine weitere Möglichkeit wäre, eine kleine extra-SSD zu verwenden, auf welcher nur die Config-Files und die Datenbank abgelegt werden. Hier würde dann auch rsync für die Config-Files funktionieren. Man benötigt aber einen freien Steckplatz.

Variante 3)

Fortgeschrittene Anwender, die sich mit der Partitionierung einer Platte auskennen, können auch die SSD-Systemplatte partitionieren und diesen freigewordenen Platz als config-Verzeichnis verwenden. Hier muss man aber wissen, was man tut und bei ARM funktioniert das nur, nachdem OMV5 installiert wurde (jedenfalls auf dem Raspi ist das etwas kompliziert).

Fazit:

  • Wem es egal ist, ob Belastungs- und/oder Stromkosten anfallen, kann die config-Files auch im Ordner Data mit ablegen. Das wäre auch die einfachste Variante, da diese Daten dann auch automatisch im rsync-Backup liegen. Macht sich auch gut, wenn eine SSD als Datenplatte verwendet wird.
  • Wer auf Belastungs- und/oder Stromkosten achtet, sollte Variante 1 oder 2 nehmen, je nachdem, ob überhaupt noch ein Platz für eine weitere SSD vorhanden ist und/oder ob vielleicht alle Backups unbedingt mit rsync erledigt werden sollen.
  • Die angenehmste Weise ist Variante 3, da sowieso immer zu viel Platz auf der Systemplatte zur Verfügung steht. Hier sind aber schon hohe Kentnisse an die Materie voraussetzt. Definitiv nichts für Anfänger!

Auf dem Hauptsystem habe ich jetzt Variante 2 am Laufen. Das Betriebssystem auf einer MLC NAND Flash-M.2-SSD, 4 Platten mit jeweils 6TB SATA (3x Data, 1x Parität für das Snapraid), und eine SSD als Platte für die Config-Files für die Datenbanken, Heimdall, EmbyConfig usw…

Am Raspi (3B+ und 4) läuft bei mir immer vorrangig Variante 1. Ungeachtet dessen, ob eine SD oder SSD als Systemplatte verwendet wird. Ich habe allerdings jetzt auch schon Raspi`s aufgebaut, die auf Variante 2 laufen.

Die Variante 1 wird auch in den von mir vorgestellten Guides verwendet. Einfach nur, um es etwas einfacher zu gestalten. Bitte beachten, falls eine andere Variante gewählt wird.