ZFS

Änderungsstand: 2020-01-06

ZFS – Poolverwaltung und Dateisystem in einem

Getestet auf einer VM mit OMV4. Sollte aber auf OMV5 übertragbar sein.

Informationen zu ZFS auf Wikipedia.

Vorwort: In OMV-„Dateisysteme“ keinesfalls die zusätzlichen Platten „+Erstellen“ und/oder „einbinden“. Diese werden automatisch, nachdem das ZFS-Dateisystem erstellt wurde, dort angezeigt. Ich empfehle mind. 8Gb Ram oder mehr zu verwenden (größere Datenplatten – mehr Ram). Wenn möglich, sind ECC-Ram (falls das Board diese unterstützt) eine gute Investition. Wer sich auskennt, kann auch eine kleine, extra SSD als Cache verwenden, um die Performance noch zusätzlich zu verbessern.

Vorteile von ZFS in OMV:

  • Datenintegrität in Verbindung mit ECC-Ram unschlagbar (sehr wichtiger Punkt)
  • Sehr gute Performance
  • Administration in OMV sehr übersichtlich, wenn auch eingeschränkt
  • Bei einem Defekt einer Platte werden bei einem Rebuild nur die belegten Daten dieser wiederhergestellt
  • Die Erstellung eines Pools geht auch bei großen Platten sehr schnell
  • Reihenfolge der angesteckten Platten relativ egal (wichtig z.B. beim Wechsel des Boards)

Nachteile:

  • Es drehen immer alle Platten bei einem Datenzugriff
  • Im Gegensatz zu anderen Dateisystemen wird mehr Ram benötigt
  • Proxmos-Kernel muss verwendet werden (scheint aber nicht mehr aktuell zu sein)
  • SMB-Datenübertragung für meine Verhältnisse Grottenschlecht!!!

Vor-und Nachteil Gleichermaßen:

  • Pool Erweiterbar (bei RAID-Z aber nur die verwendeten Platten mit größeren tauschbar, nicht die Anzahl der Platten und der Speicherplatz steigt erst, wenn alle Platten vergrößert wurden)

Für dieses Beispiel erstellte ich mittels VirtualBox ein System mit insgesamt 6 SATA Massenspeicher. Auf einem das OMV4-System und die anderen verwendete ich als ZFS-Z1 Pool. Die Einrichtung von VirtualBox und die Vorkonfiguration von OMV4 inkl. OMV-Extras sollte bekannt sein.

Nachdem alles geupdatet wurde, als erstes den Proxmos-Kernel installieren. Zu finden in OMV-Extras, Kernel, „Install Proxmos Kernel“. Anschließend das System mit dem eben installierten Kernelneu starten. Hat das funktioniert, wieder rein in OMV-Extras, Kernel und „Remove non-Proxmos kernels and headers“ klicken.

Jetzt in den Erweiterungen das „openmediavault-zfs“ installieren. Anschließend „ZFS“ auswählen und „Add Pool“ klicken.

  • Name vergeben
  • Pool type: RAID-Z1
  • Die gewünschten Laufwerke wählen (bei mir alle drei)
  • Speichern klicken

Das ZFS-Pool RAID-Z1 mit eurerem Namen wurde erstellt. Dieses funktioniert in etwa so, wie ihr es von früherem Raid 5 kennt.

Jetzt könnt ihr, wie gewohnt, Benutzer und freigegebene Ordner in diesem Pool erstellen.

Um automatische Snapshots zu erstellen, in „Geplante Aufgaben“ folgenden Befehl erstellen.

zfs snapshot -r POOL-NAME@`date +%F-%T`

POOL-NAME ersetzt ihr mit eurerem vergebenen Pool-Namen. Ich wählte für den gewünschten Zeitpunkt „Täglich“. Da die Snapshots inkrementell abgelegt werden, könnte auch Stündlich oder kürzer verwendet werden.

Immer wichtig! Ein Raid ersetzt kein Backup!

Test: Die ersten Tests mit ZFS-1 und 8Gb Ram-Zuweisung machten zum Teil einen guten, aber auch ernüchternden Eindruck. Gut war die Einrichtung. Auch die Menuführung in OMV4 ist übersichtlich gestaltet. Was mir negativ auffiel, dass per Samba die Datenübertragung von 112Mbit/s nach etwas 10 Sekunden auf 11Mbit/s einbrach und dabei auch die Verbindung zur Weboberfläche mit „communication failure“ dabei abbrach. Und das, trotz Plattenzuweisung mit fester Größe! Da meine Tests momentan auf Virtual PC stattfinden, wollte das noch nicht überbewerten, aber die Probleme der SMB-Performance scheint bei ZFS-Z ein generelles Problem zu sein, was mir persönlich nicht gefällt! Vielleicht doch ein klassisches Raid mit LVM oder das erprobte und sehr gut funktionierende UnionFilesystem mit Snapraid?