x64 Ersteinrichtung Script (Experte)

Letzte Änderung: 2020-02-24

Benutzer des „Atomic-Pi“ bitte diese Version des „Ersteinrichtung Script“ verwenden (nicht Experte)!

Zuerst Debian-Buster-Netinstall-Iso von der Debian-Seite herunter laden. Wir benutzen hier die amd64-netinst.iso. Dann dieses mit „Rufus“ auf einen Stick installieren. Mit diesem Stick installiert Ihr dann Euer Debian-System auf Eurem Server. ! Die Buster-Netinstall-Iso hat nichts mit der Iso von der Openmediavault-Seite zu tun! Das sind zwei ähnliche, aber Grundverschiedene Dinge!

Falls Der Rechner nicht von USB starten kann, weil dieser schon paar Jahre mehr auf dem Buckel hat, wie ich es bei einem User im Forum mitbekam, dann sollte man das Iso mit z.B. ImgBurn auf CD oder DVD brennen. Aber so richtig froh wird man damit wahrscheinlich nicht. Ich empfehle dann doch schon etwas aktuellere Hardware.

Da wir uns hier quasi im Expertenmenu 🙂 befinden, gibt es einen Guide, einer Installation eines manuell-angelegten Partitionierungsschema. Das bringt Vorteile, wenn man z.B. eine etwas größere SSD verfügbar hat und den restlichen Speicher nicht ungenutzt lassen will. Zur Info: Ich verwende das btrfs Dateisystem! Wenn Ihr lieber mit ext4 arbeiten wollt, könnt Ihr das ändern. Desweiteren verwende ich in diesem Beispiel eine 128GB SSD mit einer System-Partition, für das spätere OMV5, von 15 GB. Diese Größe könnt Ihr nach Bedarf anpassen.

Erst die komplette Beschreibung, dann die dazugehörigen Bilder. Jeder Absatzpunkt entspricht das dazugehörige Bild (Absatzpunkt 1 = Bild 1 usw.)

  • Ich verwende die grafische Installation
  • Festplatten partitionieren: Manuell
  • Platte auswählen (Hat die Platte bei Euch schon Partitionierungen angelegt, könnt Ihr diese auch einzeln vorher löschen – die vorhandenen Daten gehen allerdings verloren).
  • Eine neue Partition erstellen
  • Hier wähle ich 15 GB (Ihr könnt auch z.B. 32 GB wählen – je nach Bedarf)
  • Typ: Primär
  • Position: Anfang
  • Benutzen als: Btrfs-Journaling-Dateisystem (wer möchte, kann auch Ext4-Journaling-Dateisystem verwenden) Einbindungspunkt: / (Der erste Punkt, der angezeigt wird). Name: optional (ich verwendete System) – Rest, wie auf dem Bild zu sehen. Anlegen der Partition beenden – Weiter
  • FREIER SPEICHER auswählen
  • Eine neue Partition erstellen
  • Hier wähle ich 4 GB, da mein Server, in diesem Beispiel, mit 2GB Ram bestückt ist. (Das ist zum Schluß aber für OMV5 irrelevant, da der Swap wieder deaktiviert wird! Warum dann trotzdem anlegen? Weil Debian eine Warnmeldung abgibt, wenn man diesen nicht anlegt)
  • Typ: Logisch
  • Position: Anfang
  • Benutzen als: Auslagerungsspeicher (Swap). Anlegen der Partition beenden – Weiter
  • FREIER SPEICHER auswählen
  • Eine neue Partition erstellen
  • Hier braucht Ihr nichts zu ändern. Die restliche volle Größe wird verwendet!
  • Typ: Logisch
  • Benutzen als: Btrfs-Journaling-Dateisystem (wer möchte, kann auch Ext4-Journaling-Dateisystem verwenden) Einbindungspunkt: KEINER [Erklärung zum Schluss] Name: optional (ich verwende Data-SSD). Anlegen der Partition beenden – Weiter
  • Partitionierung beenden und Änderungen übernehmen – Weiter
  • Festplatte(n) endgültig Partitionieren: Ja und Weiter

Die Installation beginnt nun. Bei der Auswahl der zu installierenden Programme wählt Ihr mit der Leertaste nur die Optionen „SSH server“ und wer es benötigt, die „Standard-Systemwerkzeuge“. Der Rest wird abgewählt.

Zum Schluss wird noch gefragt, wohin der Grub geschrieben werden soll. Hier natürlich ins MBR der Platte, es sei denn, Ihr habt eine außergewöhnliche Konfiguration im Sinne. (! Nicht ausversehen den USB-Stick wählen und nicht vergessen, während des „Herunterfahrens“ des Rechners den USB-Stick abzuzuziehen!)

Nach der Installation von Debian Buster am Server anmelden und folgendes eingeben und mir Enter bestätigen.

Login:

Benutzername: root

Passwort: Euer soeben vergebenes Passwort für Root

Dann folgendes eingeben und Enter drücken

nano /etc/ssh/sshd_config

Diese Zeile suchen:

#PermitRootLogin prohibit-password

Ändern in:

PermitRootLogin yes

Dann

Strg+x

y

Enter

Jetzt die IP-Adresse des Servers herausfinden und merken. Anschließend Reboot.

ip addr
reboot

Jetzt per SSH (Putty oder Kitty) rein und Root-Login. (Erklärung, wie man mit Kitty umgeht, steht hier) Dann

apt-get install wget sudo
wget -O - https://github.com/OpenMediaVault-Plugin-Developers/installScript/raw/master/install | sudo bash

(Quelle: https://github.com/OpenMediaVault-Plugin-Developers/installScript/blob/master/README.md)

Wenn fertig, dann

apt-get update -y && apt-get upgrade -y
reboot

OMV 5 wurde mit den OMV-Extras installiert und kann verwendet werden.

Login über Browser: SERVER-IP-ADRESSE  

Login: admin

Passwort:   openmediavault

Fertig

Jetzt als Erstes in „Dateisysteme“ rein und die Partition, die wir vorhin bei der Installation absichtlich NICHT eingehängt haben, nun einbinden! Das sieht dann etwa so aus:

Jetzt wird diese extra angelegte Partition auch von OMV5 richtig erkannt und man könnte diese für z.B. die Config-Files und/oder die Daten-Files der Docker verwenden. Dafür unter „Freigegebene Ordner“ dann z.B. die Ordner Config und Data anlegen und dieser Partition zuweisen. Das sieht dann in etwa so aus:

Erläuterung:

Wir binden absichtlich bei der Debian-Installation die Data-Partition NICHT ein. Warum machen wir das so, obwohl viele andere Guides ein Einbinden ins /Home-Verzeichnis beschreiben? Nun, die Erklärung liegt auf der Hand. Durch das EInbínden ins /Home-Verzeichnis, werden die beschriebenen Daten des /sharedfolder – Ordners IMMER im /Home mit angezeigt. Und das benötigt kein Mensch. Unnötiger Ballast und ein No-Go, wenn man ein Backup des Systems tätigt. Hier „Backupt“ er sich zu tode, weil nun mal das /Home-Verzeichnis im Backup mit inbegriffen ist… Deshalb hänge ich die Partition erst im OMV ein, um diese quasi als vollwertige Partition, ohne dumme Abhängigkeiten oder ähnliches zu haben. Funktioniert übrigens ab OMV5 bzw. Debian-Buster bestens. Auf Stretch hatte ich damit so meine Probleme, weil dort bei einem Reboot manchmal die Partition nicht erkannt wurde.