Raspi4 – dd Backup & BalenaEtcher

Änderungsstand: 2020-03-02

Folgendes ist ab sofort zu beachten! Der /sharedfolders -Ordner wird nicht mehr verwendet! Es werden ab nun die direkten Einhängepunkte angegeben. Infos darüber gibt es hier.

Backup automatisiert, Restore mit BalenaEtcher 🙂. Gewisse Parallelen zum vorhergehenden Thread sind erkennbar!

Hier werden wir das dd-Backup automatisiert ablaufen lassen. Wir sichern die komplette SD-Card mit dem dd-Befehl und legen die daraus erstellte *.img auf einer Datenplatte ab. Hierfür nehmen wir die Möglichkeit, die „Geplante Aufgaben“ im OMV zu nutzen!

Als Erstes in OMV einen „Freigabeordner“ erstellen. Ich nenne diesen in meinen Beispiel dd-Backup.

Ab ins Terminal und wichtige Werte checken:

blkid -o list

/dev/mcblk0 ist immer die SD-Card, die das Betriebssystem beinhaltet. Meist mit der Endbezeichnung p1 und p2. Alle anderen Laufwerke werden als sd eingebunden (z.B. sda, sdb, sdc usw.)

Um das Image zu erstellen, folgenden Befehl in den „Geplanten Aufgaben“ eingeben. Das Beispiel beinhaltet meine eigenen Werte. Da wir die komplette SD-Card sichern wollen, ignorieren wir die Zusätze p1 und/oder p2! Bitte nach Euren Werten anpassen! Das einzige Problem was man mit diesem Befehl hat, das das vorhandene Backup immer wieder überschrieben wird.

sudo dd if=/dev/mmcblk0 of=/srv/dev-disk-by-label-Extern/dd-Backup/raspi4.img bs=4M

Für 32 GB, bei einer Schreibrate von ca. 43,8 MB/s sind das etwa 12 Minuten, die benötigt werden.

Um das Überschreiben des Backups zu vermeiden, kann man das Backup mit Datumswerten anlegen lassen. Pro Tag ein Backup dürfte auch für die Hardcore-Fans ausreichen :-). Dafür wäre folgender Befehl nützlich:

sudo dd if=/dev/mmcblk0 of=/srv/dev-disk-by-label-Extern/dd-Backup/raspi4_$(date "+%Y-%m.%d").img bs=4M

Aber auch hier hat man eine Last zu tragen. Hat man eine 32 GB SD-Card, nehmen 10 erstellte Backups auch schon 320 GB Platz in Anspruch. Im nächsten Guide verwende ich dann ein Script, welches sich darum kümmert! Dafür benötige aber etwas Zeit!

Das war es eigentlich auch schon. Das Backup wurde erstellt. Dieses oder weitere Backups könnten jetzt solange dort liegen bleiben, bis man sie benötigt. Da gibt es aber ein kleines Problem, was der Anfänger meist nicht bedenkt. Ist die SD-Card einmal hinüber, hat man erst mal kein System, was startet und was auf das Backup zugreifen kann. Also kopiert man dieses Backup vorsichtshalber auf einen Stick, der mit NTFS formatiert wurde oder gleich auf einen Windows-Rechner. Dafür kann man die Samba-Freigabe verwenden.

Restore:

Jetzt auf dem Windows-Rechner das BaleaEtcher installieren. Hat man eine SD-Card, die etwas kleiner ist, als die Originale bzw. das Backup, dann kann BalenaEtcher nicht damit umgehen! Da reicht schon 1 kb aus. Also das entweder vorher checken oder eine größere nehmen. Meist hat man das Problem bei billig Karten. Ich z.B. hatte bei 4 verschiedenen Kingston 16GB SD-Cards 4 verschiedene Werte. Sehr suboptimal…

BalenaEtcher starten, das Image laden und die SD-Card auswählen. Dann auf Flash klicken. Wenn fertig, die SD-Card in den Raspi rein und starten.

Fertig.

Evtl. aufstehende Probleme:

Hat man eine „gebrauchte“ SD-Card und verschiedene Verzeichnisse sind schon angelegt, sollte man die Card einmal komplett auf FAT32 formatieren. Gelingt das nicht, helfen Tools wie z.B. SDFormatter oder AOMEI Partition Assistant, da Windows nicht ohne Weiteres auf ext4-Partitionen zugreifen kann.